SMS anonym versenden – So kann man unerkannt Nachrichten verschicken

SMS anonym versenden – So kann man unerkannt Nachrichten verschicken – Manchmal wünscht man sich anonym SMS und Nachrichten verschicken zu können. Sei es für einen Scherz an einen guten Freund oder wenn man jemanden auf etwas aufmerksam machen möchte, ohne preis zu geben, von wem die Nachricht kommt (was bei normalen SMS und auch bei einer SMS Flatrate immer der Fall ist). Was die wenigsten wissen ist, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt solche anonymen SMS, auch Fake-SMS genannt, kostenlos zu verschicken. Wie das funktioniert und was man dabei beachten sollte, ist hier in diesem Artikel erklärt.

Kostenlose SMS – Finanzierung über Werbung

Im Internet gibt es verschiedene Anbieter, über die man anonym und/ oder kostenlos SMS verschicken kann. Man bezahlt für diesen Dienst meist, indem man sich Werbung anschaut. Wurde die SMS verschickt, taucht ein Werbe-Pop-Up auf oder man wird auf eine Werbeseite weitergeleitet. SO finanzieren sich die Internetseiten, die die SMS anonym und kostenlos verschicken. Bei einigen Internetseiten kann man auch seine Handynummer angeben, sodass der Empfänger doch weiß, von wem die Nachricht kommt. Man nutzt dann also nur das Angebot, dass die Nachricht umsonst verschickt wird.

Es gibt verschiedene Anbieter, die diesen kostenlosen Online-Versand von SMS anbieten. Darunter findet man zum Beispiel gratissimsen.de, 5vor12.de und Mufa. Das Schema der Seiten ist grundlegend gleich. Meist liegt der Unterschied nur in der Anzahl an kostenlosen SMS, die man pro Tag verschicken darf. Bei Mufa kann man zum Beispiel ohne Anmeldung unbegrenzt anonyme SMS verschicken. Diese SMS können in alle deutschen Handynetze gehen und für die Nutzung der Seite ist kein Abonnement notwendig. Man muss einfach nur die Handynummer des Empfängers angeben und die Nachricht schreiben, welche bis zu 160 Zeichen haben darf. Wenn die Nachricht fertig ist, muss man nur noch auf „Free SMS senden“ klicken. Manche Internetseiten verlangen vorher noch, dass man sich als Mensch verifiziert oder auf einen „Gefällt mir“-Button von Facebook drückt. Das muss dann jeder selber wissen, ob er das teilen möchte nur um eine anonyme SMS zu verschicken.

Es gibt sogar eine App, mit der man anonym Texte versenden kann. Die Internetseite mySMSfriend.com bietet eine App an, die mittlerweile sowohl im Apple als auch im Google Store kostenlos zu finden ist. Die App bietet sogar noch mehr Möglichkeiten als die Internetseiten, denn hier kann man auch einen anderen Absender angeben. Entweder gibt man einen eigenen Text als Absender ein wie zum Beispiel „Schatz“ oder  man wählt eine andere Nummer  zum Beispiel aus dem Adressbuch. Hat der Empfänger diese Handynummer auch ins einem Adressbuch, sieht es so aus als käme die Nachricht wirklich von dieser Nummer. Damit kann man den Freunden unter einander lustige Scherze bereiten. Die Finanzierung der App läuft nicht über Werbung, dafür hat man aber auch nur ein geringes Kontingent an Nachrichten. Hat man dieses Kontigent an Nachrichten aufgebraucht muss man für weitere Nachrichten zahlen oder die Seite auf Facebook liken.

Rechtliche Konsequenzen bei Missbrauch von anonymen SMS

Man sollte es mit dem Versenden von anonymen SMS nicht zu weit treiben, denn man ist nicht komplett anonym. Zwar kann der Empfänger der Nachricht nicht einfach sehen, von wem die Nachricht kommt, doch Behörden können das sehr wohl nachvollziehen. Man sollte damit also nichts rechtswidriges tun, da man sich anonym und geschützt fühlt. Der Anbieter, über den die SMS verschickt wurde, speichert die IP-Adressen. So kann man immer noch nachvollziehen, wer die Nachrichten verschickt hat. Das wird zum Beispiel relevant, wenn man Beleidigungen oder extremistische Nachrichten verbreitet. Beleidigung ist laut dem Strafgesetzbuch eine Straftat und kann sogar mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden (§ 185). Auch das ausgeben als eine fremde Institution oder Firma ist nicht ratsam, da auch dies eine Rechtswidrigkeit darstellen kann. Man sollte also vorsichtig sein, mit den Inhalten einer solchen SMS.

Auch mit Scherzen gegenüber Freunden sollte man sparsam sein. Schließlich haben manche Scherze weitreichendere Folgen als geplant, besonders wenn sie zu Missverständnissen führen. Man sollte also Freundschaften nicht wegen solchen belanglosen Scherzen gefährden. Schließlich verstehen manche Menschen wenig Spaß und fühlen sich schnell von solchen Fake-SMS genervt.

Lohnen sich diese Portal für kostenlose SMS noch?

Wie bereits weiter oben im Text angedeutet, haben sich die Nutzungsgewohnheiten der deutschen Nutzer deutlich weiter entwickelt und SMS stehen derzeit kaum noch im Fokus. Viele SMS werden wenn dann automatisiert verschickt (beispielsweise als Bestätigung oder als TAN-Nachricht) und immer seltener verschicken Nutzer wirklich individuelle SMS.

Allerdings schwankt dies sehr von Nutzer zu Nutzer und es gibt nach wie vor Anwender, die gerne und viel SMS verschicken. Ob sich externe Portale für SMS lohnen, kann man daher pauschal kaum sagen – prinzipiell gilt, je mehr SMS man nutzt, desto eher sind auch externe Portale sinnvoll und umgekehrt.

Leider gibt es in diesem Bereich aber auch einen weiteren Trend: immer mehr Portale werden abgeschaltet, unter anderem auch weil die Nutzung nachlässt. Daher ist die Zahl der aktiven SMS-Anbieter im Internet mit kostenlosen Angeboten deutlich nach unten gegangen und es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Durchaus möglich, dass es diese Möglichkeit für kostenlose SMS gar nicht mehr lange gibt.

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