Congstar oder Telekom Prepaid Tarife – das sind die Unterschiede

Congstar oder Telekom Prepaid Tarife – das sind die Unterschiede – Sowohl die Telekom selbst als auch Congstar bieten schon seit einigen Jahren Prepaid Tarife im D1-Netz der Telekom an. Lange Zeit hatte dabei die Telekom Congstar das Prepaid Feld überlassen und die eigenen Tarife nur punktuell verbessert. Seit Ende 2015 hat sich dies jedoch geändert und die Telekom hat die neue MagentaMobil Start Prepaidkarte eingeführt, die aktiv vermarktet wird und eine echte Alternative zu Congstar dar stellt. Allerdings gibt es durchaus wichtige Unterschiede zwischen beiden Angeboten und daher ist es für Kunden nicht ganz einfach, zu entscheiden, welcher Prepaid Anbieter in D1-Netz der Telekom die besten Tarife bietet.

In nachfolgenden Artikel haben wir die Unterschiede aber auch die Gemeinsamkeiten zusammen gestellt und versuchen einen Überblick zu geben, für wen sich welcher Tarif eignet.

Die Gemeinsamkeiten der Prepaidkarte der Telekom und Congstar

Die Gemeinsamkeiten bei den Prepaid-Karte den beiden Unternehmen sind recht einfach zu erkennen. Sowohl die Telekom als auch Congstar nutzen das D1-Netz der Telekom als Prepaid Anbieter und bieten darüber hinaus einen reinen 9 Cent Tarif, bei dem Gespräche und SMS einheitlich mit 9 Cent pro Minute bzw. SMS abgerechnet wird. Bei Netz gibt es auch kaum Unterschiede, das Congstar Netz ist gleichzeitig das Telekom Netz.

Im Datenbereich arbeiten beide Unternehmen darüber hinaus mit Tagesflatrates. Der Internet-Zugang wird also nicht mehr nach Volumen abgerechnet, sondern im 24-Stunden-Intervall (wenn man keine Flat nutzt). Man bucht bei jedem Zugang automatisch eine Flatrate für einen Tag. Auch die Kosten sind dabei identisch, sowohl die Telekom als auch Congstar rechnen die Tagesflat im Prepaid Bereich mit 99 Cent pro Nutzungstag ab. Nutzt man kein Internet, wird auch keine Flat gebucht und es entstehen auch keine Kosten.

Die Vorteile und Nachteile der Prepaidkarte von Congstar

Congstar bietet derzeit die eigene Prepaidkarte als einen Tarifbaukasten an. Damit können sich Kunden selbst zusammenstellen, was genau sie an Prepaid-Optionen brauchen. Natürlich steht aber auch die Simkarte komplett ohne Optionen und dann auch ohne Grundgebühr zur Verfügung. Damit eignet sich die Karte auch für Wenig-Nutzer, die nur selten Telefonieren oder SMS schreiben und daher monatliche Kosten von 5 Euro oder darunter haben.

Leider hat die Congstar Prepaidkarte sowie die weiteren Tarifen aber auch einen großen Nachteil: es gibt derzeit kein schnelles LTE. Congstar kann zwar das Telekom Netz nutzen, im 4G Bereich muss man den Zugang aber kostenpflichtig freischalten und auch dann gibt es nur LTE bis bis 25MBit/s (LZE25). Mehr Speed ist auch gegen Aufpreis nicht möglich und LTE max ist bei Congstar leider nicht nutzbar. Auch 5G steht bei Congstar bisher nicht zur Verfügung und es ist nicht bekannt, wann sich das ändern könnte.

Aber auch im 3G Bereich gibt es Einschränkungen. Die maximale Geschwindigkeit der Simkarten liegt bei 25MBit/s.  Der Speed ist dabei unabhängig vom Endgerät. Egal ob Handy, Surfstick oder direkt in einem Notebook: bei maximal 25 Mbit/s ist von Seiten Congstar aus Schluss, auch wenn das Telekom Netz eventuell schon mehr Speed unterstützen würde.

Prepaid Geschwindigkeiten im Vergleich

Hinweis: Diese Option ist be den neuen Tarifen nicht mehr nutzbar, bei älteren Angeboten ist sie aber noch inklusive.

Ein Vorteil bei Congstar ist auf jeden Fall die Messenger-Option. Damit kann man alle Messenger Dienste auf dem Markt kostenfrei nutzen und die Option selbst ist ebenfalls kostenfrei. WhatsApp, Facebook MEssenger oder auch Threema sind auf diese Weise ohne Kosten nutzbar. Congstar schreibt zu den Vorteilen:

  • Auch ohne Guthaben Textnachrichten inklusive, z.B. über WhatsApp, Facebook Messenger oder Threema
  • Messaging Option mit reduzierter Geschwindigkeit
  • 1 GB/30 Tage mit max. 32 Kbit/s
  • Monatlich flexibel zu- und abbuchen

Für die meisten Kunden sollten die 1GB Messaging Datenvolumen vollkommen ausreichen.

Video: Congstar Wunschmix auswählen

Die Vorteile und Nachteile der MagentaMobil Prepaidkarte der Telekom

Die MagentaMobil Prepaidkarte der Telekom hat die bisherigen Xtra-Prepaid Tarife abgelöst und auch sonst einige Veränderungen mit sich gebracht. So ist die neue Telekom Prepaidkarte eine der wenigen Karten auf dem Markt, die es nur mit monatlicher Grundgebühr gibt. Man zahlt mindestens 2.95 Euro monatlich und bekommt dafür diese Leistungen:

  • eine Wunschrufnummer im Festnetz kostenfrei anrufen
  • kostenlos telefonieren und SMS schreiben ins gesamte  Telekom Mobilfunknetz

Besonders die D1 Flat ist interessant, zumindest dann, wenn man häufiger zu anderen Kunden dieses Netzes telefoniert. Dabei sind auch die Discounter im D1 Netz in dieser Flat mit inbegriffen. In Verbindung mit der Festnetz-Wunschrufnummer, die man kostenfrei erreichen kann, eignet sich diese Prepaidkarte auch gut als Familientarif, da man mit mehreren Karten sehr preiswert untereinander in Verbindung bleiben kann.

Den größten Vorteil hat die Telekom Prepaidkarte aber im Internet-Bereich: Die MagentaMobil Start Handykarten können – anders als Congstar – das Telekom LTE Netz mit nutzen. Man hat damit nicht nur Zugriff auf die 4G Bereiche des D1-Netzes sondern surft auch wesentlich schneller als mit den normalen Congstar Prepaid Tarifen. Derzeit beträgt der maximale Speed der Karte 300MBit/s und ist damit bereits 5x so schnell wie die Congstar Karte. Die Prepaidkarten sind damit genau so schnell wie die normalen Handytarife bei der Telekom.

Congstar Prepaid gegen Telekom Prepaid – was eignet sich für wen?

Die Gegenüberstellung hat bereits deutlich gemacht, dass es trotz des gleichen Netzes wesentliche Unterschiede zwischen den Prepaidkarten beider Anbieter gibt.

Der größte Vorteil der Prepaidkarte der Telekom ist dabei die Nutzung von LTE. Wer einen Prepaid Tarif mit schnellem LTE möchte, weil er schnell im Internet surfen will, ist bei Congstar derzeit leider falsch und sollte in jedem Fall auf die MagentaMobil Tarife der Telekom zurück greifen. Ob sich der Aufpreis für 5G lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

Dafür ist die Telekom Prepaidkarte immer mit eine Grundgebühr ausgestattet. Diese liegt zwar nur bei 2.95 Euro monatlich, das kann für Wenig-Nutzer aber bereits ein Problem sein, denn die Gebühr für Gespräche, SMS und die Internet-Nutzung würde noch mit dazu gerechnet werden. Bei Congstar gibt es so eine Grundgebühr nicht, hier kann man die Karte auch komplett ohne monatliche Kosten bestellen. Dann wird nur abgerechnet, was man auch verbraucht hat. Für Wenig-Telefonierer und allgemein für Wenig-Nutzer ist die Congstar Karte daher die bessere Wahl.

Unser Fazit ist daher, je nach Nutzungsverhalten zu entscheiden, welche Karte man nimmt. Powernutzer, die gerne surfen, sind dank der schnellen Datenverbindungen bei der Telekom und den MagentaMobil Prepaidtarifen am besten aufgehoben. Wer ohnehin wenig surft und eher geringe monatlichen Rechnungen hat, ist bei Congstar besser verortet, da es dort keine Grundgebühr gibt.

Hier abstimmen.
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