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Rufnummernmitnahme und Portierung bei den Chixx Handytarifen

Rufnummernmitnahme und Portierung bei den Chixx Handytarifen – Eines der großen Probleme bei einem Mobilfunk-Anbieter-Wechsel ist es, dass dieses eine neue Rufnummer zur Folge hat. Dies ist mit einem großen Aufwand verbunden, da alle Freunde und Bekannte darüber informiert werden müssen. 2002 wurden daher alle Anbieter dazu verpflichtet, die Portierung der abgehenden Rufnummern zu gestatten. Das Aufnehmen der Rufnummer beim Anbieter ist hingegen freiwillig. Chixx, der Mobilfunktarif des Fernsehsenders sixx, ermöglicht die Portierung der Rufnummer. Anders als bei vielen Anbietern erhält der Kunde keinen Bonus, falls die Rufnummer mitgenommen wird.

Damit die Rufnummer in einen Chixx-Tarif portiert werden kann, ist es wichtig, die folgenden Bedingungen zu beachten:

Ein wichtiges Kriterium liegt darin, dass der bestehende Vertrag fristgerecht gekündigt wird. In den meisten Fällen muss die Kündigung spätestens drei Monate vor Vertragsende eingereicht werden. Dabei sollte dem aktuellen Anbietern mitgeteilt werden, dass eine Portierung der Rufnummer gewünscht ist. Die Frist für eine Rufnummernmitnahme liegt bei frühestens vier Monaten vor Vertrags- und einem Monat nach Vertragsende. Neben der Einhaltung der Fristen ist vor allem darauf zu achten, dass die angegebenen Daten korrekt sind und übereinstimmen. Des Weiteren erheben die meisten Anbieter eine Gebühr für die abgehende Rufnummer. 2005 entschied die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, dass die Obergrenze der Gebühren bei maximal 29,95 Euro liegen dürfe. Diese muss ebenfalls fristgerecht beglichen werden. Das Schreiben könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

Kündigung und Auftrag zur RufnummernmitnahmeSehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Mobilfunkvertrag mit der Nummer [Vorwahl – Rufnummer ]
zum nächst möglichen Zeitpunkt.
Bitte senden Sie mir eine Kündigungsbestätigung unter Angabe des Abschaltungstermines per Post.
☐ Meine Rufnummer möchte ich gerne sofort zu meinem neuen Anbieter mitnehmen. Bitte geben Sie die Rufnummer daher unverzüglich gemäß TKG zur sofortigen Portierung frei.
☐ Meine Rufnummer möchte ich gerne zum Ende der Vertragslaufzeit zu meinem neuen Anbieter mitnehmen. Bitte geben Sie die Nummer zum Ende des Vertrages frei.
☐ Bitte informieren Sie mich zusätzlich über die noch anfallenden Kosten bis zur Beendigung meines Vertrages.

Mit freundlichen Grüßen

„Unterschrift““

Erst nachdem der alte Anbieter die Kündigung inklusive der Rufnummernmitnahme bestätigt hat, kann die Portierung der Rufnummer bei chixx beantragt werden. Für eine rechtzeitige Portierung empfiehlt chixx die Rufnummernmitnahme spätestens zwei Wochen vorher zu beantragen.

Allgemeines rund um die Mitnahme der Rufnummer

Haben Kunden ein Recht auf ihre Rufnummer?

Nach der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes sind Mobilfunk-Anbieter mittlerweile verpflichtet, die Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen. In § 46 Abs. 4 Telekommunikationsgesetz (TKG) heißt es dazu:

Um den Anbieterwechsel nach Absatz 1 zu gewährleisten, müssen Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten insbesondere sicherstellen, dass ihre Endnutzer ihnen zugeteilte Rufnummern bei einem Wechsel des Anbieters von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten entsprechend Absatz 3 beibehalten können

Der aufnehmende Mobilfunkanbieter ist im Übrigen nicht verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren (kein Kontrahierungszwang). In der Regel machen das mittlerweile aber alle Anbieter – niemand lehnt gerne neue Kunden ab.

Was darf die Mitnahme der alten Rufnummer kosten?

Die Entgelte für die Mitnahme der alten Rufnummer werden durch die Bundesnetzagentur festgesetzt und wurden zum 20. April 2020 auf maximal 6,82 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) abgesenkt. Kein Anbieter in Deutschland darf mehr für die Portierung verlangen – das betrifft alle Netze und alle Tarife.

Welche Kundendaten müssen übereinstimmen?

Die Mobilfunk-Unternehmen gleichen bei einer Portierung untereinander folgende Daten ab:
Abgefragte Kundendaten
Bei Privatkunden Bei Geschäftskunden
Rufnummer Rufnummer
Name Name
Geburtsdatum Kundennummer
 Nur wenn diese übereinstimmen, wird die Portierung der Rufnummer eingeleitet. Sollte sich bei den eigenen Daten etwas geändert haben, ist es sinnvoll, diese vor der Portierung beim alten Anbieter noch auf den neusten Stand zu bringen, damit es während der Übertragung der Rufnummer zum neuen Anbieter keine Probleme gibt.

Was kann man bei Problemen tun?

Sollte es bei der Portierung der Rufnummer Probleme geben, kann man sich an die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur wenden. Die Schlichtungsstelle ist eine neutrale Instanz im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes und bietet genau bei solchen Fragen und Problemen.

Ob es sich lohnt ein Schlichtungsverfahren anzufangen ist aber nicht immer ganz klar, immerhin geht es in der Regel „nur“ um eine Rufnummer und der Aufwand, diese im privaten Bereich durch eine neue Nummer zu ersetzen, ist meistens überschaubar.

Was passiert, wenn die Portierungsfrist abgelaufen ist?

Eine Portierung kann unter Umständen auch nach der abgelaufenen Frist noch erfolgreich sein, allerdings gibt es dafür dann keine Garantie mehr. Es ist durchaus denkbar, dass die Nummer dann bereits neu vergeben wurde und damit ist sie dann natürlich nicht mehr portierbar. Aus diesem Grund sollte man sich in jedem Fall an die Fristen halten, denn nur dann gibt es eine Sicherheit für die Mitnahme der Rufnummer.

 

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