Telefonieren in Großbritannien – wie wirkt sich der Brexit auf Roaming und Gebühren aus?

Telefonieren in Großbritannien – wie wirkt sich der Brexit auf Roaming und Gebühren aus? – seit 2016 wurde die Frage über den Verbleibt Großbritanniens in der EU gelöst: nach dem aktuellen Stand (Januar 2019) sollte der Staat die Union schon am 29. März 2019 offiziell verlassen. Die dazugehörigen Regelungen werden schon seit drei Jahren ausgearbeitet, da jegliche wirtschaftliche und finanzielle Aspekte beim Austritt beachtet werden müssen. So bleiben auch viele Fragen offen, vor allem für die Deutschen, die entweder nach Großbritannien (England, Nordirland, Wales und Schottland) des Öfteren reisen oder dort arbeiten müssen, unter anderem auch, ob der Brexit Roaming-Gebühren mit sich bringen wird. Auf diese Frage soll im folgenden Artikel eine Antwort gegeben werden.

„roam like at home“…?

Dieser Grundsatz gilt für alle Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Wer sich der Regelung anschließt muss unter anderem auch andere vorgesehene Regelungen beachten, doch genau das wollen die Brexit-Befürwörter und die britische Regierung unter Theresa May bzw. mittlerweile Boris Johnson nicht. Der titelgebender Grundsatz wird somit nicht nur für die Deutschen in Großbritannien, sondern auch für die Bürger der UK in Deutschland nicht mehr gelten. Jedoch gibt es immer Ausnahmen: Staaten wie Norwegen, Liechtenstein und Island sind keine EU-Mitglieder, in diesen gilt die Roaming-Verordnung aber trotzdem. So kann man bis zum Ende März nur raten, ob die entsprechende Regulierung seitens Großbritanniens verlängert wird oder nicht. Doch was genau sagen die deutschen Mobilfunkanbieter?

HINWEIS: Wir haben die 3 großen Netzbetreiber dazu zusammengestellt. Discounter im D1 Netz der Telekom, mit D2 Vodafone Netz Tarifen oder O2 Netz Handyverträgen können aber auch andere Abrechnungen wählen, hier lohnt es sich als Verbraucher nochmal direkt nachzufragen.

Telekom will Großbritannien wie ein EU-Staat behandeln

Wie der Titel schon verrät, will das Unternehmen die Kommunikation für die Kunden so angenehm wie möglich gestalten, deswegen fallen keine Roaming Gebühren für Nutzer von „All-inclusive-Option“ an. Auch können sich die Telekom-Nutzer in Schweiz sich an der Nachricht erfreuen, denn auch diese werden von der Entscheidung betroffen. Die Pressseeabteilung bestätigt dies:

„Bei uns bleibt Großbritannien in den EU-Tarifen, so wie jetzt etwa schon die Schweiz inkludiert ist“

Jedoch sollten die Leser beachten, dass diese Information zu dem Zeitpunkt der Verfassung vom vorliegenden Artikel aktuell ist und die Sachlage sich in den nächsten Monaten ändern kann.

Wie verhält sich o2 zu der Roaming Frage?

Was die Kunden von o2, sprich Telefonica, betrifft, so sind die Aussichten, trotz der „Verwandtschaft“ mit o2 UK, nicht so positiv, wie bei den Telekom-Nutzern. Das Unternehmen bestätigte – wobei es immer noch auf ein Gegenteil hofft -, dass UK nach dem EU-Austritt in der sogenannten Weltzone 2 bzw. Weltzone 3 landen wird. Die letztere Option scheint dabei zutreffender zu sein, als die erstere. Für die Kunden des Anbieters würde es zusätzliche Kosten bedeuten.

Mittlerweile hat O2 hier klargestellt, dass sowohl in Groß­bri­tan­nien und Nord­irland weiterhin die normalen EU Konditionen gelten. Man kann also weiter mit EU Roaming in beiden Staaten telefonieren und surfen, auch wenn der Brexit mittlerweile vollzogen ist. Es kann aber durchaus passieren, dass O2 diese Regelung noch anpassen wird – ob und wann das erfolgt ist bisher aber nicht bekannt.

Vodafone und das Brexit Roaming

Vodafone behält ebenfalls die normalen Roaming Kondition für UK und Nordirland bei. Für Kunden ändert sich also auch nach dem Brexit am Roaming nichts, allerdings schreibt auch hier das Unternehmen, dass änderungen möglich sind.

An den Tarifen ändert sich zunächst nichts. Großbritannien bleibt auch nach dem Austritt aus der Europäischen Union Teil der EU-Roaming-Zone (EU sowie Großbritannien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Wir informieren Dich schnellstmöglich, sobald sich etwas ändert.

Jedoch kann Vodafone auch auf den Plan B zugreifen. So bietet das Unternehmen die sogenannten Easy Travel-Optionen an, die schon in solchen Ländern wie Schweiz, Kanada, USA und Türkei genutzt werden können. Dieselbe Option kann möglicherweise auch bei dem Abbruch der EU-Regulierung eingesetzt werden, damit die Kunden mit einem Fixpreis sorgenlos telefonieren und surfen können.

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