Ratgeber: Kostenlose SIM-Karten für Kinder – ein Überblick

Kostenlose SIM-Karten für Kinder – da es für alle Eltern sehr wichtig ist Kontakt mit ihren Kindern, wenn diese außer Reichweite sind, zu haben, muss man dafür sorgen, dass sie jederzeit erreicht werden können. Die Mobilfunkanbieter, die im folgenden Bericht angeführt werden, haben darüber auch nachgedacht und stellen nun kostenlosen SIM-Karten zur Verfügung, die vor allem für Kinder und Jugendliche interessant sind, da die Abrechnung auf Prepaid Basis erfolgt und das finanzielle Risiko daher überschaubar ist. Dazu haben diese Simkarte keine Grundgebühr und keine festen monatlichen Kosten, so das bei Nichtnutzung auch keine weiteren Gebühren anfallen. Da sie als Freikarten verteilt werden, gibt es auch keinen Kaufpreis und keine Versandkosten – man kann die Angebote also recht einfach ausprobieren. Dazu passen diese Angebote sehr gut zu den Anforderungen an Handykarten und Tarife für Jugendliche und Kinder:

  • Kostenkontrolle: es kann nur verbraucht werden, was vorher aufgeladen wurde – auch bei einer fehlerhaften Bedienung entstehen so keine hohen Kosten
  • einfaches Nachladen für monatliches Taschengeld (im besten Fall auch durch Dritte wie die Großeltern)
  • keine längerfristige Vertragsbindung (wichtig bei Verlust oder wenn sich das Nutzungsverhalten ändert)

Einen Punkt kann man aber auch mit Freikarten nicht umgehen: die Ausweiskontrolle. Bei Prepaidkarten müssen mittlerweile immer die Ausweisdaten vom Anbieter erfasst werden und dies gilt auch bei gratis Sim Karten für Kinder.

Welche Angebote es in diesem Bereich gibt und auf was man jeweils achten sollte, haben wir im nachfolgenden Artikel zusammen gestellt.

HINWEIS: Im Telekom Netz gibt es bisher keine Freikarten. Kostenlose Sim sind also nur bei O2 oder Vodafone zu finden. Aktuell bietet Lebara zwar eine Freikarte im D1 Netz an, aber der Discounter wird im Laufe des Jahres zu O2 wechseln und ist daher keine wirkliche Alternative für Freikarten im Telekom Netz.

CallYa Freikarte von Vodafone

Bei der CallYa Freikarte von Vodafone handelt es sich um eine Simkarte, die nicht nur von der Leistung, sondern auch aufgrund der Kosten attraktiv für die Eltern und ihre Kinder sein sollte, denn diese SIM-Karte ist kostenlos. Man muss also weder für die Bestellung, noch für Lieferung etwas zahlen. Dabei erhält man aber eine gute Netzqualität und ausreichend Datenvolumen. Zusammengefasst sieht der Tarif folgendermaßen aus:

  • max. 500 MBit/s LTE Speed
  • 9 Cent pro Minute und SMS in alle dt. Netze
  • D2-Netz von Vodafone
  • 99¢/Tag für das mobile Surfen
  • kein Kaufpreis und keine Versandkosten

Dabei gibt es auf der offiziellen Vodafone Seite weitere zubuchbare Optionen, die man zu dem Tarif hinzufügen kann. Auf diese Weise ist der Callya Handytarif auch erweiterbar und kann beispielsweise mit Internet Flat oder auch eine Allnet Flat angepasst werden, wenn die Kinder älter werden und die Ansprüche an die mobile Kommunikation steigen. Mittlerweile gibt es die gratis Vodafone Sim auch als 5G Angebot, allerdings zahlt man dann immer 2.99 Euro extra im Monat für den 5G Zugang. Für Kinder und Jugendliche ist 5G wohl ohnehin noch nicht notwendig, daher kann man sich diese Option auch sparen. Für die Nutzung ist dazu ein 5G Smartphone notwendig – man müsste also eventuell auch die Technik aufrüsten, wenn man 5G mit den Handykarten nutzen will.

TIPP: Wer eine der Allnet Flat von Vodafone Callya gebucht hat, kann über die App 100MB kostenfreies Datenvolumen im Monat bekommen. Dazu reicht es, die App mit dem Tarif zu verknüpften und dann kann direkt in der App dieses Volumen gratis angefordert werden. Vodafone schreibt zu den Details: „Dein App-Geschenk gilt für 4 Wochen ab dem Tag der Buchung. Die kostenlosen 100 MB kannst Du im 4G|LTE-Netz nutzen – auch im EU-Ausland. Hast Du Dein Inklusiv-Volumen und das App-Geschenk verbraucht, surfst Du nur noch mit höchstens 32 kbit/s. Restliche Highspeed-MB verfallen mit Ablauf der 4 Wochen. Danach kannst Du Dein App-Geschenk wieder neu über die MeinCallYa-App aktivieren. Die Aktion gilt für alle CallYa-Kunden mit den Tarifen CallYa Smartphone Special, CallYa Smartphone Allnet Flat, CallYa Smartphone International und CallYa Digital. Wir behalten uns vor, das App-Geschenk jederzeit einzustellen.“

Callya Classic
Callya Classic
0.00€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet:
Tarif im Vodafone-Netz
1 Monat
Callya Allnet Flat S
Callya Allnet Flat S
9.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3GB 500Mbit/s)
Tarif im Vodafone-Netz
1 Mon.
Callya Digital Allnet Flat
Callya Digital Allnet Flat
20.00€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (15GB 500Mbit/s)
Tarif im Vodafone-Netz
1 Monat

Einen Vergleich aller Handytarife gibt es hier: Handy Tarife Vergleich.
Details zur Funktionsweise unseres Tarifrechnets haben wie hier zusammengefasst: So arbeitet unser Tarifrechner.

o2 Freikarte von Telefonica

Bei der O2 Freikarte handelt es sich um eine kostenlose Bereitstellung und Lieferung, am Ende des Monats, wenn der Tarif ohne Vertragslaufzeit gewählt wurde, zahlt man ebenfalls nichts. Alternativ zu dem Tarif, kann auch andere O2 Prepaid-Tarife anschauen, die ebenso vorteilhaft sind. Die zusammengefassten Vorteile des Angebots sehen wie folgt aus:

  • Bestellung und Lieferung auch für Kinder kostenlos
  • 9 Cent pro Minute und SMS in alle dt. Netze
  • o2-Netz mit LTE und Geschwindigkeiten bis 225MBit/s
  • 1 € Startguthaben
  • kein Kaufpreis und keine Versandkosten

Bei anderen Angeboten muss man jedoch, bevor man sich dazu entschließt, diese zu erwerben, die Produktionformationsblätter anschauen. In diesen kann nämlich wichtige Information enthalten sein, die auf der Webseite nur in Kleinschrift gedruckt ist.

Auch O2 bietet einen App-Bonus an und dieser liegt sogar bei 500MB kostenfreiem Datenvolumen im Monat. Dieser gilt allerdings nur für die Prepaid Allnet Flat und nicht für den Grundtarif und ist ebenfalls über die App des Unternehmens buchbar. O2 schreibt selbst dazu:

Ab sofort habt ihr die Möglichkeit 500 MB zusätzliches Datenvolumen monatlich kostenfrei in der Mein o2 App hinzu zu buchen. Dabei zeigt ein roter Punkt unter der Option “Angebote” an, dass es dort etwas neues gibt. Nach der Buchung ist das Datenvolumen 30 Tage lang gültig und kann anschließend erneut gebucht werden. Hinweis: Dieses Angebot gilt für o2 my Prepaid S/M/L und o2 Free S/M/L (inkl. Boost) Tarife.

Unsere Mein o2 App könnt ihr im App Store und bei Google Play herunterladen. Wenn ihr sie bereits nutzt, lasst uns gerne wissen, was ihr von der Mein o2 App haltet. Fehlt euch noch etwas, was ihr gerne in den Funktionen der App sehen möchtet? Dann lasst es uns wissen.

0.00€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet:
Tarif im O2-Netz
1 Monat
o2 my Prepaid Basic
o2 my Prepaid Basic
1.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet:
Tarif im O2-Netz
1 Monat
o2 my Prepaid M
o2 my Prepaid M
14.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (6.5GB 225Mbit/s)
Tarif im O2-Netz
1 Monat
o2 my Prepaid L
o2 my Prepaid L
19.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (12.5GB 225Mbit/s)
Tarif im O2-Netz
1 Monat

Einen Vergleich aller Handytarife gibt es hier: Handy Tarife Vergleich.
Details zur Funktionsweise unseres Tarifrechnets haben wie hier zusammengefasst: So arbeitet unser Tarifrechner.

Auch bei den O2 Freikarten kann man weitere Tarifoptionen und Flatrates mit dazu buchen und die Tarife so anpassen, wenn die Kinder älter werden und sich eine Allnet Flat oder eine  Internet Flat lohnen würden. Aber auch hier gilt das Prepaid-Prinzip: man muss also erst Guthaben aufladen bevor man die entsprechende Flatrate oder Option buchen kann.

Telekom Prepaid Sim

Die Telekom bietet keine offizielle Freikarte an und daher sind die Simkarten des Unternehmens nicht kostenfrei. Dennoch können sie vor allem für kleinere Kinder eine interessante Option sein, denn diese Tarife bieten die Möglichkeit, das mobile Internet komplett abzuschalten. Dies geschieht direkt im Tarif und kann daher im Handy auch nicht wieder aktiviert werden. Auf diese Weise kann man sicher stellen, dass die Kinder nicht mobil surfen – die Internet-Verbindung per WLAN ist aber auch bei diesem Tarif weiterhin möglich.

Ein zweiter interessanter Punkt: man kann bei diesen Simkarte eine Festnetz-Nummer einrichten, die kostenlos erreichbar ist. Auch wenn kein Guthaben mehr vorhanden sein sollte, können so die Kinder diese Nummer erreichen. Wenn man die eigene Festnetz-Nummer dafür nutzt, können die Kinder und Jugendliche mit diesem Tarif so immer kostenfrei zu Hause anrufen.

Die kostenlose Festnetz-Rufnummer wurde bei den aktuellen Tarifen der Telekom leider entfernt.

Telekom MagentaMobil Prepaid M
Telekom MagentaMobil Prepaid M
2.95€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (3GB 300Mbit/s)
Tarif im Telekom-Netz
1 Monat
Telekom MagentaMobil Prepaid L
Telekom MagentaMobil Prepaid L
14.95€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (5GB 300Mbit/s)
Tarif im Telekom-Netz
1 Monat
Telekom MagentaMobil Prepaid XL
Telekom MagentaMobil Prepaid XL
24.95€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (7GB 300Mbit/s)
Tarif im Telekom-Netz
1 Monat
Telekom MagentaMobil Prepaid Max
Telekom MagentaMobil Prepaid Max
99.95€
Grundgeb.

(9.95€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (unlimit. 300Mbit/s)
Tarif im Telekom-Netz
1 Monat

Einen Vergleich aller Handytarife gibt es hier: Handy Tarife Vergleich.
Details zur Funktionsweise unseres Tarifrechnets haben wie hier zusammengefasst: So arbeitet unser Tarifrechner.

Im Prepaid Vergleich mit den anderen Simkarten zahlt man bei der Telekom MagentaMobil Prepaid Sim nicht nur einen Kaufpreis, sondern es gibt auch eine monatliche Gebühr von 2.95 Euro. Dafür bekommt man zwar auch kostenfreie Gespräche und SMS zu allen Telekom Handynummern, aber zumindest ist die Simkarte damit teuer als alle anderen Grundtarife im Prepaid Bereich.

SIM-Karte von Netzclub

Ebenso wie die Vorgänger bietet auch netzclub eine Vielzahl von angenehmen Angeboten, darunter auch ein kostenloses. Bei dem sogenannten Sponsored Surf Basic handelt es sich um ein Angebot mit kostenloser Internet-Flat mit 100 MB Highspeed, 9 Cent pro Minute und SMS in alle dt. Netze und eine gratis Prepaid-SIM-Karte. Selbstverständlich kann man auch andere Tarife wählen, die mehr Internetvolumen und eine Allnet-Flat auf Telefonie und SMS bereitstellen würden, diese werden dann aber auch dementsprechend teurer. Die Interessenten können sich die jeweiligen Tarife auf der offiziellen Seiten ansehen. Die Vorteile der Sponsored Surf Basic sehen zusammengefasst wie folgt aus:

  • kostenlose Bestellung und Lieferung für Kinder
  • 200 MB Internet-Flat (werbefinanziert)
  • 9 Cent pro Minute und SMS in alle dt. Netze
  • keine Vertragsbindung

Vor allem die Werbung kann allerdings ein Problem darstellen, wenn man vor allem jüngere Kinder nicht damit konfrontieren möchte. Daher sollte man an der Stelle abwägen, ob dies eine richtige Wahl ist.

Gegen Handyabos: Drittanbieter-Sperre einrichten

Um zu verhindern, dass teure Verträge (Abos) über das Handy abgeschlossen werden, empfiehlt es sich, eine Drittanbietersperre einzurichten.Das geht schneller als man denkt, es reicht ein falscher Klick oder ein falscher Download. Mit einer solche Sperre darf der Handyanbieter nur eigene Leistungen abrechnen. Zusätzliche Kosten für Handyabos, Downloads oder Premiumdienste müssten separat per Rechnung angefordert werden. Die meisten der Anbieter dieser Dienste schrecken davor zurück.

Wichtig ist dabei so eine Sperre möglichst zu Anfang einzurichten, denn bereits bestehende Abos werden von einer solchen Sperre nicht erfasst und müssten separat gekündigt werden.

Wurde bereits an Abo abgeschlossen, kann man dieses natürlich auch nachträglich kündigen. Oft reicht es dabei schon aus, der Rechnung zu widersprechen und nur die Beträge zu zahlen, die direkt vom Anbieter kommen und nicht die Abo-Kosten. Teilweise weiß man allerdings gar nicht, welcher Anbieter hinter einer Rechnung steht. Auch hier ist der eigenen Handy-Anbieter Ansprechpartner und sollte die entsprechenden Daten zu Abbuchung heraus geben.

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